Künstler: Ingolf Turban, Lukas Maria Kuen, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Raoul Grüneis

Label: CPO, DDD, 2014/2016

Wirklich was Neues!

Schon die Anfangstakte des etwa halbstündigen Violinkonzerts heben geheimnisvoll an und entwickeln sich dann zu einer veritablen Orchestereinleitung eigener Qualität. Dann setzt die Solovioline ein und beginnt ein Wechselspiel mit dem Orchester in bester romantischer Tradition, Töne, die man von dem sakralen Orgelkomponisten Dubois so nicht erwarten konnte. Der Solist kann glänzen, der Orchesterpart ist farbenreich, die Melodien sprudeln nur so und das Ohr erfreut sich neuer, bislang „unerhörter“ Klänge. Das ist Musik ohne Ecken und Kanten, die sofort in Herz und Gemüt geht – wenn man sie einlässt! Gleiches gilt für die große dreisätzige Violinsonate und die kurze Ballade. Ingolf Turban ist – wieder einmal – Hauptakteur dieser Raritätenreise, bestens unterstützt von der Deutschen Radiophilharmonie, Dirigent Raoul Grüneis und Klavierbegleiter Lukas Maria Kuen. Das Booklet informiert gut über Komponist, Werke und Interpreten. Die Aufnahmetechnik ist für mein Gefühl etwas zu trocken geraten, was aber letztlich doch Geschmackssache bleibt. Eine sehr schöne neue cpo-CD.

 

Presse:

klassik heute
“…Das beste an den beiden Hauptzutaten dieser CD, der Sonate und dem Konzert, ist, dass sie um so besser klingen, je öfter sie man hört. Der tiefe, druckvoll-rauhe Ton von Ingolf Turban – besonders im Allegro deciso, con fuoco der Sonata, trägt sein übriges dazu bei….”
Jens F. Laurson 05.11.2018

klassik. com 12 / 2018: »…Vor allem das Konzert sei ›ein wahres Geschenk für sensible Instrumentalisten‹. Turban, aber auch Kuen und ebenfalls das Orchester unter Grüneis verfügen über die notwendige Sensibilität – so gerät diese CD zu einer Entdeckung für alle Hörer, die jeweils der Gipfelwerke zwischen Mendelssohn und Berg weitere Kompositionen kennenlernen möchten….«

Südwestpresse, 25.04.2019
“…Der Geiger Ingolf Turban legt sich mächtig ins Zeug und bricht einen Wald voller Lanzen für „seinen“ Dubois, dessen Musik damit neu erfahrbar wird….” Burkhard Schäfer