Lesen Sie die neueste Konzerkritik über Ingolf Turban und die „I Virtuosi di Paganini“,
FLENSBURGER NACHRICHTEN 2006 > HIER

Lesen Sie den Artikel über Ingolf Turban in „Das Orchester
Ausgabe April 2006 > HIER

…. Then the German violinist Ingolf Turban, in his Philharmonic debut, was the soloist for Paganini’s First Violin Concerto. A noted exponent of Paganini, Mr. Turban dispatched the volleys of virtuosic violin writing with fearlessness and joy, impressively ….
NEW YORK TIMES 18.03.2006 Foto > HIER

Transparent und schwerelos …
Ingolf Turban präsentiert den Solopart in Paganinis Violinkonzert Nr. l D-Dur mit einer Selbstverständlichkeit, die auch dort verblüfft, wo neben vielen anderen spieltechnischen Raffinessen eine Spezialität des Komponisten und Teufelsgeigers in Erscheinung tritt: beim Doppelgriff spiel im Flageolett. Darüber gerät das Publikum im Beethovensaal derart in Verzückung, dass es nach jedem Satz lautstark applaudiert. …
STUTTGARTER NACHRICHTEN, MONTAG 06.02.2006

Klangfarbengebirge

…  Hier steckt die Tücke im Detail. Ohne nun von übermäßig virtuoser Anlage zu sein, verlangt diese Musik einem Geiger alles ab an Nuanciertheit des Ausdrucks und an Klarheit im Ton. Und für das Orchester bedeutet das Opus eine Gratwanderung zwischen spätbarockem Concerto, Divertimento und klassischem Intstrumentalkonzert.
Im Mittagskonzert des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart ereignete sich nun der Idealfall. Am Pult stand der japanische Dirigent Yutaka Sado. Den Solopart spielte Ingolf Turban. Beide Musiker halten zum Glück nichts von ebenso ätherischem wie fleischlosem Silberklang. Mozart zu verklären liegt beiden nicht. Zu hören gab es daher einen Mozart, bewegt von sehr diesseitigen Gefühlen, bewegt von der Lust am Rhythmus, von der Liebe zur Melodie und manchmal auch von der Faszination am virtuosen Risiko. Turban fingerte sich mit Verve durch die vertrackten, kleingliedrigen Motive. Sado legte Wert auf einen hellen, fast glänzend polierten Klang. Beide spielten ihr Spiel mit Mozart, dem Saloniker, und Mozart, dem Grübler. Das RSO begleitete zum Dahinschmelzen differenziert. Und auch das war eine Erkenntnis in diesem Konzert. Mozarts Musik lässt sich ohne Verluste Dukas‘ sinfonischer Dichtung L’apprenti sorcier (Der Zauberlehrling) und Respighis „Betrate di chiesa“ (Kirchenfenster) gegenüberstellen. Denn Mozarts Musik ist dem quecksilbrig ekstatischen Ton von Dukas ebenso gewachsen wie den Klangfarbengebirgen Respighis.
RLE, STUTTGARTER ZEITUNG, FREITAG 03.02.2006