Geigenvirtuose Turban spielte mit Paganini-Lebendigkeit

Der Münchner Ingolf Turban war beim Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie umjubelter Solist. Sein Vortrag kam der Bühnenlebendigkeit a la Paganini recht nahe. …
….In der von Turban selbst komponierten minutenlangen Kadenz … schonte er sich in Schwierigkeiten und Virtuosität nicht minder – ein effektsicheres und trotzdem leidenschaftlich klangschönes Spiel….
…. Einen Spannungsbogen am Ende zu halten; war nicht nötig, das Publikum brach keine zwei Sekunden später in einen Bravo-Sturm los…„
VOLKSSTIMME“ MAGDEBURG

“Kommunikativ” das Neue-Züricher-Orchester im St. Peter Brahms Doppelkonzert mit Ingolf Turban und Wen-Sinn Yang

… kein Zufall also, dass Johan­nes Brahms´ Doppelkonzert für Violine, Violon­cello und Orchester a-Moll op. 102 zum Höhe­punkt des Abends wurde. Mit Wärme, emotionell durchglüht, initiativ wurden die Solisten getragen. Dass dafür der Geiger Ingolf Turban und der Cellist Wen-Sinn Yang gewonnen werden konnten, war ein Glücksfall, denn die beiden harmonierten tonlich, vom Gestaltungswillen und Atem hervor­ragend miteinander; sie suchten und pflegten den direkten Kontakt zum Orchester und bauten mit dem Dirigenten und dem Orchester die sinfoni­sche Form des Werkes eindrücklich auf….
NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

Musikfestwochenn Interlaken
Das Publikum feierte die Stars… Ingolf Turban spielte Violinkonzert von Korngold

….Im Vio­linkonzert des Wieners und Wahlamerikaners Erich Wolf­gang Korngold stand ihm ein «Traumkonzert für einen Spitzengeiger zur Verfügung, in welchem er alle Facetten seines Künstlertums voll ausleben konnte. Dasselbe kann von Mau­rice Ravels «Tzigane». einer Kon­zertfantasie für Violine und Or­chester. gesagt werden. Kein Wunder, dass Ingolf Turban den riesengrossen Applaus mit Paganini-Variationen verdankte….
MUSIKFESTWOCHEN INTERLAKEN, BERNER OBERLÄNDER, THUNER TAGBLATT

“Paganiniana”bel finale con Turban

…. Turban si é rivelato ancora una volta interprete ideale di questo repertorio, cogliendone pienamente il carattere „ammorbidito“ – ma sempre tecnicamente impervio, sia chiaro – e, impresa tutt´altro che facile, risolvendone asperità e funambolismi in assoluta grandevolezza espositiva. ….
CORRIERE MERCANTILE, GENOVA

Hebräische Rhapsodie
Ingolf Turban bei den 2. Potsdamer Tagen jüdischer Musik

…Ingolf Turban… beherrschte den vibratosatten, butterweich schmelzenden Tonfall perfekt, spielte wie selbstverständlich paganinimäßge Kunststückchen. Stets hielt er das subtile Gleichgewicht zwischen verblüf­fender Virtuosität, delikater Intonation und kultivierter Artikulation. …
POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN

Vierstimmiges Solokonzert

Mit Melodien meist unbekannter Komponisten, aber auch mit Werken von Paganini und Bach, verwöhnte Ingolf Turban am Sonntagabend die Besucher in der Planegger Pfarrkirche St. Elisabeth. Der Stockdorfer bewies, dass er zu Recht von vielen als “Top-Geiger Deutschlands” gehandelt wird. Beispielsweise spielte er auf seiner Stradivari mühelos – solo – nach der Methode von Otto Soldan dessen “Adagio religioso” – Quartett. Nach einer beispielhaften Interpretation von Bachs 2. Partita d-Moll spendete das Publikum Ingolf Turban langanhaltenden Applaus – und zwar stehend. Dieses Passionskonzert dürfte somit ein echter Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe “Musica Sacra” sein.
MÜNCHNER MERKUR

Geiger im Glück
Junge Sinfoniker
Schöner und spannender kann Geigenspiel nicht sein. Endlose Begeisterung, ein einziger Glücksblubb kullerte durch den Aulasaal. Trampeln und “Bravo”-Rufe.
MÜNSTERZEITUNG

… stets durchdacht und intelligent bis ins letzte Detail ausgefeilt – solche Kunst bekommt man nicht alle Tage zu Gehör. Turban ist ein Star ohne Allüren….
KÖLNISCHE RUNDSCHAU

Verhaltene Geliebte
Ingolf Turban war der Geigensolist beim Meisterkonzert des Orchesters aus dem spanischen Malaga.

….In den nächsten beiden Werken, in Maurice Ravels “Tzigane” und Camille Saint-Saens “Havanaise” sorgte der junge Geiger Ingolf Turban dafür, dass man musikalisches Prickeln zu spüren bekam.
Vor allem Maurice Ravels Rhapsodie eröffnete dem Solisten in der Introduktion die Möglichkeiten intensiver Klangformung im sonorbetörenden Spiel auf der G-Saite.
Im weiteren Verlauf bestieg Ingolf Turban das Hochseil geigerischer Artistik, wo er alle Register der Kunstfertigkeit zog, um perfekte Oktaven, Doppelgriffe, Flageoletts und Pizzicati ganz im Sinne der von Ravel intendierten Zigeunervirtuosität abzuliefern. Dafür schenkte er der “Havanaise” eine gehörige Portion an expressivem melodischem Schmelz.
KÖLNER STADT-ANZEIGER

Portrait
„Ich bin Celi, Du bist Turbi“

“ Den solistischen Ritterschlag Celibidaches erhielt er noch während seiner Dienstzeit bei den Münchner Philharmonikern. Viermal spielte er im April 1986 unter „Celis“ Leitung das Sibelius-Konzert vor ausverkauftem Haus – an Stelle von Anne-Sophie Mutter, die sich im Jahr zuvor mit dem Maestro irreparabel überworfen hatte.

Immer dichter drängen sich heute Turbans Konzerttermine. So kann man ihn auf der Bahnfahrt zwischen München und Stuttgart auch einmal im leeren Kinderabteil antreffen. Geige übend. So rbeitet er sich frei, um Zeit zu gewinnen für seine Familie und für Hobbies, die einem Geiger eigentlich verboten sind: Heimwerkern und Schreinern, im Garten arbeiten, Skifahren….Und die zarten Hände? Sind sie hoch genug versichert? „Nein“ erklärt Ingolf Turban. „Ich bin kein Mensch, der sich zu versichern trachtet. Sonst wäre ich meinem Pult bei den Münchner Philharmonikern treu geblieben!“
FONOFORUM, JANUAR 2004