Weder Baustelle noch Sahnetorte

Die zweite Entdeckung war der Solist INGOLF TURBAN, der es schaffte, mit einer völlig durchdachten, stupenden Interpretation zwischen Paganini und Fin-de-Siecle zu vermitteln. Das ganz auf den Solisten abgestimmte Konzert erforderte hohe Aufmerksamkeit des Orchesters, und Turban konnte sich auf eine sichere Hintermannschaft verlassen. Mit einer interessanten Zugabe, dem einzigen Violinsolowerk von Fritz Kreisler verabschiedete sich Turban von einem begeisterten Dresdner Publikum.
DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN (über das Violinkonzert von R.Strauss)

Absolute Musik in vollkommener Schönheit

… Der Geiger Ingolf Turbgan präsentierte das Werk als sinfonisches Ganzes und offenbarte dabei die klare Form, indem er die vorwiegend lyrische Grundstimmung in allen drei Sätzen betonte. Im Eingangsallegro spannte er nach seinen einleitenden Oktavengängen weiträumige Bögen von melodischer Schönheit, reihte in den chromatischen Figuren die Töne wie Perlen aneinander und bestach in der Kadenz mit sauberen Doppelgriffen und einer von Trillern untermalten elegischen Linienführung…Ganz in sich gekehrt, der Welt fest entrückt ließ Ingolf Turban die Kantilenen des Larghetto strömen und vollzog schlüssig den Übergang zum unverhofft heiteren und lebhaften Rondo-Finale. …Die Zugabe Turbans, eine Bach´sche Sarabande aus der H-Moll-Partita, machte hingegen deutlich, daß Musik von J.S.Bach weder einer Erklärung noch programmatischer Überschriften bedarf: Hier sprach absolute Musik in vollkommener Schönheit.
SÜDKURIER (Beethoven Violinkonzert)

Schönes Wetter bei Hindemith
Ingolf Turbans virtuoser Soloabend
FRANKFURTER ALLGEMEINE

Der Geiger hatte Mozart schon total verinnerlicht
FRANKFURTER RUNDSCHAU